Montenegros Küste mit dem Wohnmobil
Völlig erschöpft von den Eindrücken der malerischen Stadt machen wir uns mit dem Wohnmobil auf den Weg zurück in die Natur – genauer gesagt an die Küste Montenegros. Diese soll laut Berichten ziemlich schön sein. Doch die große Frage bleibt: Werden wir dort einen schönen Ort zum Stehen finden? Diese Antwort teilen wir in diesem Blogpost.
Flucht an die Küste – Eine stürmische Nacht und eine spontane Entscheidung
Unsere Reise entlang der Küste beginnt mit einer Flucht. In der Nähe von Budva entdecken wir einen herrlichen Stellplatz auf einem Berg – traumhafte Aussicht und beinahe vollkommene Ruhe. Das Wetter scheint ebenfalls stabil. Also gehen wir beruhigt schlafen. Mitten in der Nacht jedoch bricht unerwartet starker Wind aus, ohne jegliche Vorwarnung in der Wetter-App. Am Abend war doch noch alles gut. Ein Einheimischer, der am Abend die Aussicht genoss, erzählte uns sogar von einem Vorfall vor einigen Jahren, als ein Van vom Berg geweht wurde. Der Wind kam ebenfalls aus dem Nichts.
Was tun wir nun?
Da wir am Rand stehen und der Platz ziemlich schräg ist, bleibt uns keine andere Wahl als die Flucht. Doch wohin mitten in der Nacht um 01:00 Uhr? Kurzerhand finden wir einen Parkplatz zwischen den Wohnhäusern an der Küste. Nach zwanzig Minuten Fahrt erreichen wir den Platz. Ist es hier sicher? Vom Wind wahrscheinlich schon, aber ansonsten? Vor Einbrüchen? Wie sieht die Umgebung aus? Wir wissen es nicht. Unser Van ist zwar sicherheitstechnisch gut ausgerüstet * Link Amazon Sicherheit aber das Bauchgefühl ist komisch. Und bei uns ist es so, sobald jemand ein komisches Bauchgefühl hat, fahren wir weiter. Aber jetzt bleibt uns keine Wahl als hier zu übernachten.
Die restliche Nacht
Zum Glück verläuft die weitere Nacht ruhig. Am Morgen setzen wir uns zusammen und schmieden einen Plan für die Fortsetzung unserer Reise. Stellplätze sind hier irgendwie knapp. Einige haben schlechte Bewertungen, sei es wegen Einbrüchen oder einem unwohlen Gefühl. Campingplätze schließen oft Ende Oktober oder bieten teilweise keinen Platz für unseren 6,40 Meter langen Van.
Letztendlich finden wir weiter unten an der Küste einen vielversprechenden Platz direkt am Meer. Also machen wir uns auf den Weg, tanken Wasser und füllen den Kühlschrank.
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Freistehen am Strand – Ein riskantes Unterfangen
Angekommen am Strand sind wir beeindruckt. Links und rechts gibt es zwar eine Strandbar, die zu dieser Zeit bereits geschlossen ist. Also stellen wir uns hin. Und ja, Freistehen in Montenegro ist laut Gesetz nicht erlaubt, dennoch scheint es toleriert zu werden. Wir haben das Risiko eines Bußgeldes in Kauf genommen. Wir möchten weder Tadel von dir, dass dies nicht erlaubt ist, noch dich dazu verleiten, extra freizustehen, so nach dem Motto „die haben das ja auch gemacht“. Schlussendlich ist jeder Camper selbst dafür verantwortlich, was er tut. Aber wenn du es machst, dann benutze deine eigene Toilette im Van und entsorge deinen Abfall korrekt. Das nächste Wohnmobil und wir danken dir.
An diesem Ort verbringen wir einige Tage, genießen das schöne Wetter und lassen unsere Seele baumeln. Denn zum Reisen gehört auch das Verarbeiten von Eindrücken. Nach einiger Zeit unterwegs merken wir, wie unser Kopf die verschiedenen Erlebnisse nicht mehr verarbeiten kann, und eine Pause ist nötig. Dann bleiben wir meist zwei bis drei Tage an einem Ort stehen und erholen uns. Vielleicht kennst du das.
Unser Fazit zur Küste Montenegros
Können wir die Küste Montenegros empfehlen? Persönlich nicht. Wir haben von anderen Campern gehört, dass es an der Küste wunderschön sein soll und das Freistehen gut funktioniert. Unsere Erfahrung sieht anders aus. Wir hatten Schwierigkeiten, einen sicheren Platz zu finden. Mehrere angefahrene Plätze hinterließen ein komisches Bauchgefühl. Wir haben eine klare Regel: Wenn jemand ein ungutes Bauchgefühl hat, fahren wir ohne Diskussion weiter. Einige Plätze auf der App Park4Night berichteten von Einbrüchen oder einem beunruhigenden Gefühl. Das Risiko eines Einbruchs wollen wir nicht eingehen, daher meiden wir solche Plätze.
Auf jeden Fall werden wir beim nächsten Mal in Montenegro die Küste auslassen. Das Hinterland von Montenegro und hat uns viel mehr beeindruckt. Dort erwartet dich eine atemberaubende Natur, die du unbedingt gesehen haben solltest.
Danke für deine Zeit.
Lass Liebe da.
Patricia und Simon
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